11. Wertpapierfinanzierungsgeschäfte: FSB verlängert Umsetzungsfristen coronabedingt

06. October 2020

Der Finanzstabilitätsrat FSB hat am 7. September 2020 angekündigt, die Umsetzungsfristen der Mindestabwicklungsstandards (Minimum Haircut Standards) für nicht zentral geclearte Wertpapierfinanzierungsgeschäfte (Securities Financing Transactions – SFTs) um jeweils ein Jahr zu verlängern. Für SFTs zwischen Banken und Nicht-Banken verlängert sich die Frist bis Januar 2023, für SFTs zwischen Nicht-Banken bis Januar 2025. Damit will das FSB die Marktteilnehmer und Behörden operativ entlasten und ihnen die Möglichkeit geben, sich auf die Folgen von COVID-19 zu fokussieren.

Zu den SFTs zählen etwa Wertpapierleihen und Repurchase Agreements (Repos), die auch eine bedeutende Rolle spielen, wenn sich die Preise für andere Wertpapiere bilden oder wenn es um die Sekundärmarktliquidität geht. Allerdings können SFTs auch dafür genutzt werden, den Abbau von Positionen mit Hebelwirkung (Leverage) sowie Fälligkeits- und Liquiditätsrisiken zu verhindern. SFTs können daher Risiken für die Finanzstabilität bergen. Dagegen hat das FSB schon vor Jahren 18 politische Empfehlungen ausgesprochen. Diese Empfehlungen wurden im FSB-Bericht "Policy Framework for Addressing Shadow Banking Risks in Securities Lending and Repos" vom August 2013 veröffentlicht und im Bericht "Regulatory Framework for Haircuts on non-centralally cleared Securities Financing Transactions" vom November 2015 aktualisiert.

Die BaFin begrüßt den neuen Zeitplan.

Sie finden die Meldung des FSB unter nachfolgendem Link:

FSB-Meldung zur Verlängerung der Umsetzungsfristen für Wertpapierfinazierungsgeschäfte

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