25. Liquiditätsmanagement: BaFin stellt auf ihrer Internetseite neue Liquiditätsmanagement-Tools vor

23. Februar 2021

Die BaFin stellt auf ihrer Internetseite die vergangenes Jahr im Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) verankerten Liquiditätstools vor, die Kapitalverwaltungsgesellschaften (KVGen) bei Liquiditätsengpässen nutzen können. Mit Wirkung zum 28. März 2020 waren im KAGB neue Instrumente in Kraft getreten, mit denen KVGen die Liquidität der von ihnen verwalteten offenen Investmentvermögen besser steuern können. Die Tools sind gedacht für ein breiteres Spektrum an offenen Investmentvermögen, beispielsweise Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren (OGAW), die zu den klassischen Wertpapierfonds zählen.

Die KVGen können nun zum Beispiel Rücknahmefristen einführen. Anleger müssten dann ihren Rückgabewunsch einige Zeit im Voraus anmelden. Möglich sind auch Rückgabebeschränkungen ab einem bestimmten Schwellenwert. Wollen Anleger so viele Anteile zurückgeben, dass ein bestimmter Schwellenwert überschritten wird, kann die Gesellschaft sich dafür entscheiden, diese Rückgabeverlangen vorerst nicht zu bedienen. Das dritte Instrument macht es möglich, Transaktionskosten, die durch Anteilsrücknahmen oder Anteilsausgaben entstehen, verursachergerecht zu verteilen: Die Kosten können in die Berechnung des Nettoinventarwerts eines Fonds einbezogen werden.

Die Liquiditätstools sollen verhindern, dass KVGen die Rücknahme von Anteilen vollständig aussetzen müssen. Das wäre für Anleger noch belastender.

Die entsprechende Internetseite der BaFin finden Sie unter nachfolgendem Link:

BaFin-Seite zu Liquiditätsmanagement-Tools im KAGB

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