15. Digital Finance: Finanzregulierung der EU soll an digitales Zeitalter angepasst werden

14. März 2022

In einem gemeinsamen Bericht haben die ESAs auf eine Bitte um Rat der Kommission bezüglich einer Angleichung des EU-Rechts- und Aufsichtsrahmens an die digitalen Entwicklungen geantwortet.

Die ESAs konstatieren dabei, dass sich durch den Trend zur Digitalisierung im Finanzwesen viele neue Chancen, aber auch Risiken ergeben. Deshalb empfehlen sie eine schnelle Reaktion des Gesetzgebers, um diesen Risiken zu begegnen und während der fortlaufenden Digitalisierung die Zweckmäßigkeit der Finanzregulierung in der EU zu sichern. Die Vorschläge beinhalten einen verstärkten Verbraucherschutz im digitalen Kontext, im Wesentlichen durch vorvertragliche Informationspflichten, Mechanismen zur Bearbeitung von Beschwerden und Maßnahmen zur Verhinderung des Fehlkaufs von gebündelten Produkten. Außerdem soll die Nutzung von sozialen Medien im Bereich der Finanzdienstleistungen aktiv überwacht werden, da Risiken gesehen werden, die sich speziell aus Plattformen, die „social trading“ anbieten ergeben. Ferner wird eine weitergehende Harmonisierung bei der Klassifizierung von grenzüberschreitenden Finanzdienstleistungen sowie in der Bekämpfung von Geldwäsche- und Terrorismusfinanzierung im digitalen Kontext vorgeschlagen. Weiterhin sollen die Aufsichtsressourcen und die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Behörden, auch auf grenzüberschreitender Basis, gestärkt werden. Dabei soll unter anderem die Regulierung und Aufsicht von „mixed-activity groups“, also Unternehmen, die sowohl Finanz- als auch andere Dienstleistungen anbieten verbessert werden.

Den gemeinsamen Bericht der ESAs finden Sie hier:

Response

Den Call for Advice der Kommission finden Sie nachfolgend:

Call for Advice

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