11. Crypto Assets: ESAs warnen Verbraucher vor den Risiken

13. April 2022

Die ESAs warnen die Verbraucher, dass viele Krypto-Assets hoch riskant und spekulativ sind. Die ESAs legen die wichtigsten Schritte dar, die Verbraucher unternehmen können, um sicherzustellen, dass sie fundierte Entscheidungen treffen. Diese Warnung erfolgt vor dem Hintergrund der zunehmenden Aktivität und des Interesses der Verbraucher an Krypto-Assets und der aggressiven Werbung für diese Assets und damit verbundene Produkte in der Öffentlichkeit, auch über die sozialen Medien.

In ihrer Warnung heben die ESA hervor, dass diese Vermögenswerte für die meisten Kleinverbraucher weder als Anlage noch als Zahlungs- oder Tauschmittel geeignet sind, da die Verbraucher:

  • mit der sehr realen Möglichkeit konfrontiert sind, ihr gesamtes investiertes Geld zu verlieren, wenn sie diese Vermögenswerte kaufen;
  • vor den Risiken irreführender Werbung, auch über soziale Medien und Influencer, auf der Hut sein sollten; und
  • besonders vorsichtig sein sollten, wenn schnelle oder hohe Renditen versprochen werden, vor allem, wenn diese zu gut aussehen, um wahr zu sein.

Die ESA warnen die Verbraucher auch, dass sie sich des Mangels an Regressmöglichkeiten oder Schutz bewusst sein sollten, da Krypto-Vermögenswerte und damit zusammenhängende Produkte und Dienstleistungen in der Regel nicht unter den bestehenden Schutz der aktuellen EU-Finanzdienstleistungsvorschriften fallen.

In Bezug auf die aktuelle Situation in der Ukraine und im Hinblick auf die Sicherstellung der ordnungsgemäßen Umsetzung der bestehenden Sanktionen begrüßen die ESA die Klarstellung des Umfangs der restriktiven Maßnahmen gegen russische und weißrussische Einrichtungen und Personen in Bezug auf Krypto-Assets durch den Rat der Europäischen Union.

Auch die IOSCO hat sich zu den Risiken in Bezug auf Krypto-Assets geäußert und ein Konsultationspapier zu den jüngsten Trends bei Kleinanlegern veröffentlicht, das auf einem im Dezember 2020 veröffentlichten Bericht der IOSCO-Arbeitsgruppe für Marktverhalten von Kleinanlegern aufbaut. Dem Bericht zufolge nutzen verschiedene Apps und Online-Handelsplattformen "Gamification"-Techniken, um Kleinanleger anzuziehen und ihr Handelsverhalten und ihre Entscheidungen zu beeinflussen. Die IOSCO-Mitglieder sind besorgt über die Eignung von Krypto-Assets und -Plattformen für Kleinanleger sowie über mögliche damit verbundene betrügerische Plattformen und Betrügereien. Die Zunahme digitaler Handelsplattformen und des Einflusses sozialer Medien bringt risikoreiche und spielerische Investitionsmöglichkeiten mit sich, was ein globales Problem darstellt. Die Organisation bittet bis zum 23. Mai 2022 um Rückmeldungen von verschiedenen Interessengruppen, darunter Anleger, Regulierungsbehörden und Marktteilnehmer. Die IOSCO beabsichtigt außerdem, im ersten Quartal 2022 einen politischen Roundtable zu veranstalten.

Sie finden die Warnung der ESAs unter nachfolgendem Link:

Statement

Das Konsultationspapier finden Sie hier:

Consultation Report

Den Bericht der IOSCO-Arbeitsgruppe finden Sie hier:

Report

 

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