14. Digital Finance/CBDC: BIZ veröffentlicht Bericht zu Umfrage unter 81 Zentralbanken/EZB-Studie

24. Mai 2022

Am 6. Mai 2022 veröffentlichte die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) einen Bericht, der die Ergebnisse einer Umfrage unter 81 Zentralbanken zum Stand der Technik bei der Ausgabe digitaler Währungen (Central Bank Digital Currencies, CBDC) enthält.

Die Ergebnisse stützen sich auf eine beratende Umfrage, die vom Ausschuss für Zahlungsverkehrs- und Marktinfrastrukturen (CPMI) der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich und der Internationalen Organisation der Wertpapieraufsichtsbehörden (IOSCO) im Oktober 2021 durchgeführt wurde und die Beteiligung der Zentralbanken an der Verwendung stabiler Währungen und anderer Kryptowährungen in ihren Ländern untersucht.

Der Bericht zeigt, dass die Covid-19-Pandemie und das Aufkommen von Kryptowährungen die Arbeit an CBDCs beschleunigt haben, und mehr als zwei Drittel der befragten Zentralbanken planen kurz- bis mittelfristig die Ausgabe einer Retail-CBDC.

Darüber hinaus haben rund 90 Prozent der befragten Zentralbanken im Jahr 2021 irgendeine Art von Arbeit und Pilotprojekt im Bereich der CBDCs in Angriff genommen, was auf das starke Wachstum des Marktes für Kryptowährungen und Stablecoins zurückzuführen ist. Schließlich gaben die Befragten an, dass die Zentralbanken derzeit mögliche Kooperationen mit dem Privatsektor und die Interoperabilität mit bestehenden Zahlungssystemen prüfen, um das CBDC-Ökosystem zu fördern.

Die vollständigen Umfragebericht finden Sie hier:

Umfragebericht BIZ

Die Europäische Zentralbank hat im Mai 2022 im Rahmen ihrer Working Paper Series eine Studie über die digitale Wirtschaft, den Datenschutz und die digitale Zentralbankwährung (CBDC) veröffentlicht, in der die Fragen der Finanzintermediation und der Zahlungsmöglichkeiten in der digitalen Wirtschaft untersucht werden. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Online-Verkäufe zwar effizienter sind, aber elektronische Zahlungen erfordern, während ineffiziente Offline-Verkäufe in bar abgewickelt werden können. Die Studie befasst sich auch mit Zahlungs-Token und stellt fest, dass Händler solche Token gegenüber CBDC bevorzugen. Mit den Datenfreigabefunktionen des CBDC können Händler einen perfekten Wettbewerb erzwingen und vollständig zum Online-Vertrieb übergehen, was zu einem sozial effizienten Ergebnis führt.

Sie finden die EZB-Studie unter nachfolgendem Link:

EZB-Studie zu CBCD

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