18. Benchmark-Verordnung: Verlängerung der Anerkennungsfrist für Drittstaaten-Indexanbieter

11. November 2020

Der EU-Rat hat unter der deutschen Ratspräsidentschaft am 2. Oktober 2020 einen Kompromiss bei der Überarbeitung der EU-Benchmarkverordnung (Benchmark Regulation) erzielt. Die Mitglieder im Rat haben sich darauf verständigt, die Frist zur Anerkennung von Drittstaaten-Indexanbietern von Ende 2021 auf das Jahresende 2025 zu verlängern.

Damit folgt der EU-Rat grundsätzlich dem Anliegen, dass künftig alle Benchmarks – unabhängig davon, ob die Indexanbieter in der EU registriert sind – genutzt werden sollten. Damit könnten KVGen weiterhin Produkte anbieten, die Benchmarks außerhalb der EU einsetzen. Auch mit Blick auf den Brexit ist die Einigung des EU-Rates zu begrüßen. Somit hätten die Indexanbieter aus England, die ab dem 1. Januar 2021 als Drittstaatenanbieter eingestuft werden, bis Ende 2025 Zeit, um die Anerkennung innerhalb der EU zu beantragen. Für die kritischen Benchmarks (Libor, Euribor) folgt der EU-Rat grundsätzlich den Vorschlägen der EU-Kommission. Demnach sollen die Anbieter dieser Benchmarks einen Ersatz für die kritischen Indizes festlegen können.

Mehr Informationen finden Sie unter dem nachfolgenden Link:

Benchmark Regulation: Council adopts position

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