12. Sustainable Finance/Offenlegungsverordnung/ESG: Schreiben an ESAs zur Verschiebung der RTS

11. November 2020

Die EU-Kommission hat am 29. Oktober 2020 in einem Schreiben mit dem Betreff „Application of Regulation (EU) 2019/2088 on the sustainability-related disclosures in the financial services sector“ an die drei Aufsichtsbehörden ESMA, EIOPA und EBA (zusammen die ESAs) bestätigt, was in mehr informeller Art bereits bekannt war: Die bis 1. September 2020 konsultierten RTS zur Offenlegungsverordnung erfahren eine Verzögerung. Davon unberührt bleibt die Anwendung der Offenlegungsverordnung als Primärrechtsakt per 10. März 2021.

Von der BaFin war bereits vorab zu erfahren, dass die ESAs nach der breiten Kritik eine deutliche Reduzierung der Risikoindikatoren anstreben. Die Kommission steht auch hierzu bereits im Austausch mit den ESAs. Die Kommission kann diverse Kritikpunkte, die auch vom BAI in seiner Stellungnahme vorgetragen wurden, im Grundsatz verstehen, möchte aber verständlicherweise dem Final Report der ESAs derzeit nicht vorgreifen.

Im Schreiben an die ESAs wird u.a. nochmals die Verschiebung der Anwendung der RTS bestätigt. Ebenso wird die nicht klare Abgrenzung zwischen Art. 8 und 9 thematisiert, die der BAI ebenfalls thematisiert hatte.

Auch um vor diesem Hintergrund die Prioritäten der BAI-Verbandsarbeiten mit Blick auf die Sustainable Finance Initiative in 2021 abzustimmen, plant der BAI voraussichtlich für den 1. Dezember (10 Uhr) einen Call zum Thema mit seinem Fachausschuss Fonds- und Marktregulierung bzw. dem zu konstituierenden Arbeitskreis zu Sustainable Finance. Anmerkungen, Praxishinweise und Mitarbeit durch BAI Mitgliedsunternehmen sind jederzeit willkommen.

Sie finden das Schreiben unter nachfolgendem Link:

Schreiben der ESAs zur Verschiebung der RTS zur Offenlegungsverordnung

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