5. Sustainable Finance/ESAP: Rat veröffentlicht General Approach

Der Rat hat am 29. Juni 2022 seine Allgemeine Ausrichtung (General Approach – GA) zum Europäischen einheitlichen Zugangspunkt (European Single Access Point – ESAP) angenommen, die das Mandat des Rates für die Verhandlungen mit dem Europäischen Parlament darstellt. Das Hauptziel des Vorschlags besteht darin, zur Integration der europäischen Finanzdienstleistungs- und Kapitalmärkte beizutragen, indem ein einfacher zentraler Zugang zu öffentlichen Informationen über Unternehmen und ihre Produkte geschaffen wird. Der GA legt fest, dass die nationalen zuständigen Behörden (NCAs) die Sammelstellen für die Informationen für die ESAP-Plattform sein sollten. Die Mitgliedstaaten plädieren für einen schrittweisen Ansatz, bei dem wesentliche Teile zwischen 2026 und 2030 schrittweise in Betrieb genommen werden sollen. Da das Parlament am Anfang des Prozesses steht, werden die Trilogverhandlungen wahrscheinlich Anfang 2023 beginnen.

Zur Einordnung: Im Bereich Sustainable Finance gelten gerade auch für Finanzmarktteilnehmer wie AIFMs/KVGen zahlreiche Berichtspflichten. Finanzmarktteilnehmer sind aber darauf angewiesen, die Daten, welche sie berichten müssen, auch zu bekommen – bspw. von Unternehmen der Realwirtschaft, in welche sie investieren. Hierzu wird gerade die Non-Financial Reporting Directive (NFRD) überarbeitet, ausgeweitet und in die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) überführt. Damit werden künftig deutlich mehr Daten von deutlich mehr Unternehmen zur Verfügung stehen. Diese sollen über den ESAP bereitgestellt werden.

Den Standpunkt des Rates zur ESAP finden Sie unter nachfolgendem Link:

ESAP

 

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