12. ESMA: Aufsichtsprioritäten 2021 veröffentlicht – Kosten und Performance sowie Datenqualität

15. Dezember 2020

ESMA hat am 13. November 2020 ihre Aufsichtsprioritäten 2021 veröffentlicht. Sie ist künftig für die Festlegung aufsichtsrechtlicher Prioritäten zuständig, um den wichtigsten Marktrisiken entgegenzuwirken. ESMA wird die Koordinierung zwischen den nationalen Aufsichtsbehörden (National Competent Authorities – NCAs; in Deutschland ist das die BaFin) übernehmen und so umfassende Antworten für diese Risiken erarbeiten. Die NCAs sollen die von ESMA ermittelten Prioritäten in ihrer Aufsichtspraxis aufnehmen. Damit soll die aufsichtliche Konvergenz sichergestellt werden. Unterschiede im Anlegerschutz könnten dadurch aufgelöst werden.

ESMA sieht die aufsichtsrechtlichen Prioritäten für das Jahr 2021 bei Kosten und Performance sowie Datenqualität.

Intransparente Kosten sowie die national sehr unterschiedlichen Auslegungen der MiFID-II-Vorgaben hierzu sind nach Ansicht der ESMA problematisch. Unfaire und unverhältnismäßige Kosten und Gebühren können den Anlegern schaden und das Vertrauen der Anleger in die Finanzmärkte beeinträchtigen. Wertpapierfirmen und Fondsmanager sollen daher sicherstellen, dass Kosten und Gebühren transparent offengelegt werden und in einem angemessenen Verhältnis zu der erbrachten Leistung stehen.

In diesem Kontext möchte ESMA auch die Datenqualität im EU-Wertpapiermarkt verbessern, damit Anleger und Behörden noch besser Finanzrisiken einschätzen und über Marktmissbrauch informiert werden können. Hierzu sind weitere Maßnahmen bei den Meldungen gemäß der MiFIR geplant.

Sie finden die Pressemitteilung von ESMA unter nachfolgendem Link:

Pressemitteilung

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